Langenfelder Modell für die digitale Bildungszukunft bei landesweitem Kongress präsentiert
Wie können Schulträger die digitale Transformation an Schulen strategisch gestalten? Diese Frage stand am 30. September beim Eröffnungspanel des Bündnisses für Bildung im Rahmen des Kongresses BILDUNG.DIG!TAL in Essen im Mittelpunkt. Als etablierte Plattform für digitale Bildung und Transformation in NRW bringt der Kongress seit fünf Jahren Akteure aus Kommunen, Bildungseinrichtungen, Politik und Praxis in Nordrhein-Westfalen zusammen. Die Stadt Langenfeld war eingeladen, ihren beispielhaften Ansatz für eine zukunftsorientierte Weiterentwicklung kommunaler Bildungsstrukturen vorzustellen und mit anderen Akteuren zu diskutieren. Im Mittelpunkt stand dabei die Frage, wie Schulträger die digitale Transformation nicht nur technisch begleiten, sondern strategisch, nachhaltig und gemeinsam mit den Schulen gestalten können.
Der auf der Messe vorgestellte Ansatz lässt sich als „Langenfelder Bildungsmodell 2035“ zusammenfassen: ein ganzheitlicher Blick auf die kommunale Bildungsinfrastruktur, bei dem Digitalisierung als gemeinsame Gestaltungsaufgabe verstanden wird. Ziel ist es, verlässliche Strukturen zu schaffen, Innovation zu ermöglichen und gleichzeitig dafür zu sorgen, dass digitale Lösungen im Schulalltag tatsächlich einen nachhaltigen Mehrwert schaffen.
Im Fokus standen deshalb insbesondere die organisatorischen Voraussetzungen für eine erfolgreiche digitale Transformation: klare Verantwortlichkeiten, verlässliche Entscheidungswege und eine enge Zusammenarbeit von Schulen, Schulträger, IT, Gebäudemanagement und Verwaltung. Dabei geht es nicht um einzelne technische Projekte, sondern um das Zusammenspiel aller Bereiche, die eine moderne und zukunftsfähige Schule ermöglichen.
Ein weiterer Schwerpunkt lag auf der Frage, wie Kommunen gemeinsame Lösungen statt einzelner Insellösungen entwickeln können und wie Aufgaben und Verantwortlichkeiten zwischen Schule und Schulträger sinnvoll verteilt werden. Der Langenfelder Ansatz zeigt dabei deutlich, dass erfolgreiche Digitalisierung nicht allein mit Technik, sondern mit Strukturen, Zusammenarbeit und einem gemeinsamen Zukunftsbild beginnt.
Am Panel beteiligten sich neben Maike Chmielewski für die Stadt Langenfeld als Schulträgerin auch Luigi Giunta von der Schulleitung des Gymnasiums an der Gartenstraße in Mönchengladbach, Sabrina Hack für das Kommunale Medienzentrum der Stadt Köln (KOMEZ Köln) sowie David Nethen für die Kreisstadt Unna als Leitung des Amts für Kultur und Weiterbildung. Moderiert wurde das Gespräch von Udo Kempers für das Bündnis für Bildung, bei dem die Stadt Langenfeld ebenfalls Mitglied ist.
Gemeinsam richteten die Teilnehmenden den Blick auf den Schulträger der Jahre 2031 bis 2035 und darauf, wie kommunale Bildungsinfrastruktur langfristig und strategisch gestaltet werden kann. Das Panel war bewusst als Austausch und nicht als klassischer Vortrag konzipiert. Dadurch entstand eine lebendige Diskussion, in der unterschiedliche Perspektiven von Schulträger, Schule, Medienzentrum und Verwaltung zusammenkamen.
Im Anschluss an das Panel wurde die Diskussion in einer Zukunftswerkstatt weitergeführt. Organisation und Governance, Personal und Kompetenzen, Service und Unterstützung, Finanzierung und Nachhaltigkeit sowie Daten, KI und Innovation standen hier im Fokus.
„Die digitale Transformation gelingt dort, wo Menschen gemeinsam an einem Ziel arbeiten. Uns ist es wichtig, unsere Schulen auf diesem Weg verlässlich zu begleiten, zuzuhören und zugleich Raum für neue Ideen zu schaffen. So gestalten wir Bildung in Langenfeld gemeinsam zukunftsfähig“, resümiert Sonja Baumhauer, Fachbereichsleiterin für Schule, Jugend und Sport der Stadt Langenfeld.